13. Oktober 2007

Angst...

... machen mir bisweilen die Pressemitteilungen der BGH-Strafsenate, so auch die vom 11.10.2007.

"Gegen den Verurteilten war [...] wegen versuchten Totschlags auf eine Freiheitsstrafe von acht Jahren erkannt worden, da er auf eine ihm nur flüchtig bekannte Frau mit dem Springmesser eingestochen hatte, weil er sich in seiner Hoffnung auf ein sexuelles Abenteuer, zu der ihm das spätere Opfer keinen Anlass gegeben hatte, enttäuscht sah."
Krank genug, wie ich finde. Aber gut, er hatte ja schon Übung:

"Diese Tat hatte er begangen, nachdem er nach Teilverbüßung einer wegen Mordes durch das Bezirksgericht Halle angeordneten Freiheitsstrafe von 15 Jahren [...] infolge Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung aus der Haft entlassen worden war."
Sicherungsverwahrung? Ach wo, nach Zurückweisung hat das LG Magdeburg,

"beraten von mehreren Sachverständigen, die vom Gesetz vorausgesetzte hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Verurteilte weitere erhebliche Straftaten begehen werde, nicht festzustellen vermocht."
Zwei Jahre Pychotherapie sollen geholfen haben. Ist jetzt bestimmt ganz harmlos, der Mann. Soll sich ruhig mal resozialisieren. Wer's glaubt. Ich nicht.

Keine Kommentare:

 

kostenloser Counter