4. Oktober 2007

Baulärm

Aus aktuellem Anlass:

"1. Wird bei berufsbezogenen Prüfungen während einer schriftlichen Prüfungsarbeit die Chancengleichheit der Prüflinge durch erheblichen Lärm verletzt, so ist die Entscheidung der Prüfungsbehörde über die Bemessung des gebotenen Ausgleichs in der Form einer Schreibverlängerung rechtlich durch Art. 12 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG gebunden und folglich gemäß Art. 19 Abs. 4 GG gerichtlich uneingeschränkt überprüfbar (Abweichung von BVerwGE 85, 323).

2. Fehlt es hinsichtlich der Bemessung des gebotenen Ausgleichs an einer speziellen Norm des Prüfungsrechts, so ist ein von der Prüfungsbehörde ihrer Entscheidungspraxis zugrunde gelegter Erfahrungssatz rechtlich nicht zu beanstanden, wonach regelmäßig - d.h. vorbehaltlich etwaiger Besonderheiten im Einzelfall, die der Prüfling darzulegen und zu beweisen hat - eine Schreibverlängerung von der Dauer der Störung, also im Verhältnis von 1 : 1, zur Wiederherstellung der Chancengleichheit geeignet und somit rechtlich geboten ist (Abweichung von BVerwGE 85, 323)."

(BVerwGE 94, 64)
Wir wünschen allen Examenskandidaten viel Erfolg und die nötige Ruhe!

Kommentare:

Peer Patent hat gesagt…

Danke, gar kein Bedarf :)

Peter Sansibar hat gesagt…

Diese Rspr. gilt ja auch nur für "Aufsichtsarbeiten". Bei Hausarbeiten gilt wohl eher das Prinzip "persönliches Pech"... ;)

 

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