27. Oktober 2007

Aufsein?!

Bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe des UniSPIEGELS fiel mir beim Durchblättern, denn wirklich ausführlich lesen lohnt sich angesichts der pseudo-jung-dynamisch-hippen Schreibe dieses Blättchens meist nicht, einzig der Hinweis auf eine in Kürze in Kiel beginnende Ausstellung auf: ein wohl ebenso jung-dynamisch-hipper Kunststudent der Muthesius-Hochschule darf seine Arbeit präsentieren, woraufhin der UniSPIEGEL einen kleinen Vorgeschmack präsentierte: in einem ziemlich zugemüllten Zimmer steht ein junges, alternativ scheinendes Mädel auf einem Altmetallhocker und tut nichts als auf sein. Der Künstler bezeichnet dies auf seiner wahrscheinlich absichtlich recht schlicht gehaltenen Internetpräsenz als "nicht geträumten Traum im Nachhall, einer Projektion einer Möglichkeit und als allein mit dem Tagesrest als technologische Resonanz". Was immer dies aus heißen mag, mehr Informationen werden jedenfalls nicht für nötig erachtet...
Mir hingegen sind beim Anblick des Artikels und der Homepage ganz andere Gedanken gekommen: "Wie passend!" dachte ich. "Die sind wenigstens ehrlich und nennen (ohne jetzt eine Wertung abgeben zu wollen) Scheiße beim Namen. Welch treffender Titel: Aufsein!". Denken musste ich sofort an eine der vielen unsinnigen Gruppen bei studivz, in die ich den Kollegen gerne eingeladen hätte. Denn in meinen Augen sind sie das, diese feinen Herren Kunststudenten. Recht eingenommen von der eigenen Arbeit und Wichtigkeit, dabei aber objektiv (also in meinen Augen) recht verplant, weltfremd und taugenichts. Wahrscheinlich schwingt auch eine Portion Neid mit, wenn man anfängt den Studieraufwand zwischen Kunst und Jura zu vergleichen, doch ist beeindruckend, mit was man bei denen bereits gefeiert werden kann. Aber muss man ihm eines lassen: Was Kunst erreichen kann, ist ihm gelungen. Er hat mich jedenfalls zum Nachdenken gebracht...

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