17. Oktober 2007

Ein Lob der Uni Heidelberg

Aus einem Artikel bei spiegel.de zur Bewerbung der Uni Heidelberg als Elite-Uni:

Schwere Bedenken haben Studenten. Vertreter der Fachschaftskonferenz befürchten, dass die Initiative die Schieflage zwischen einigen Fakultäten verstärken wird. "Es werden die gefördert, die bereits genug Drittmittel erhalten", beklagen sie. Da ist wohl was dran. So widmet der Exzellenz-Antrag den modernen Literaturwissenschaften vier magere Zeilen im Kapitel "Langfristige Planung" - ohne Budgetzuweisung. Für die eh stark geförderte Molekulare Biologie sind dagegen zwölf Millionen Euro vorgesehen.


Von mir Daumen hoch. Die zukunft Deutschlands hängt eher von der Molekularbiologie als von der modernen Literaturwissenschaft ab. Hoffentlich werden künftig häufiger Mittel von den Geisteswissenschaften in den naturwissenschaftlich-technischen Bereich umgeschichtet!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zu deinem Fazit: Vielleicht sollte man für die Rechtswissenschaften eine Ausnahme machen - schließlich sind die auch ganz enorm wichtig! ;o)

Anonym hat gesagt…

Insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Studiumsplatz der Geisteswissenschaften viel weniger Mittel verschlingt als etwa in der Medizin. Und nicht umsonst "strömen" die Drittmittel in die praxisorientierten Studiumsgänge, immerhin hat die Industrie ein handfestes Interesse an Forschungsergebnissen und gut ausgebildeten Studenten. Ohne den "geisteswissenschaftlichen Unterbau" ist dies doch alles wenig wert. Wenn du eine Gesellschaft ohne Werte, Kultur etc. willst, ist deine Schlussfolgerung sicher richtig...

Peter Sansibar hat gesagt…

Im Grundsatz mag ich Dir Recht geben; allerdings ist die Universität nicht nur (!) ein Durchlauferhitzer für die Wirtschaft.

Gruß,
PS

 

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