23. November 2007

Bewaffneter Halbgott in Weiß? Teil 2

Das VG Arnsberg ( Urt. v. 5.11.2007; Az 14 K 50/06) hat nunmehr einen uns bereits bekannten Fall entschieden:
Die Kreispolizeibehörde hat dem klagenden Arzt dessen Gesuch auf Erteilung eines Waffenscheins erneut zu bescheiden.
Der Kläger sei wesentlich mehr als die Allgemeinheit auch außerhalb seiner eigenen Wohnung gefährdet, weil er aufgrund seiner beruflichen Stellung Notwehrsituationen bei Hausbesuchen in sozialen Brennpunkten nicht aus dem Weg gehen könne. Die Gewährung von Polizeischutz sei kein gleich geeignetes Mittel zum Schutz, weil er diesen nicht jedes Mal erlangen könne.
Das Interesse der Allgemeinheit daran, möglichst wenig Waffen in den Verkehr gelangen zu lassen, verlange aber dennoch eine Ermessensentscheidung der Behörde, "bei der Waffengröße, Einsatzort und -zeit, Einsatzumstände und die persönliche Befähigung des Klägers abzuwägen seien." Explizit wies das VG die beklagte Behörde auf die Möglichkeit der Erteilung von Auflagen hin.
Das Urteil werde in Kürze unter www.nrwe.de veröffentlicht.

1 Kommentar:

advantage hat gesagt…

Da sind wir dann ja mal sehr gespannt, wie die Behörde nun entscheiden wird. Gerade auch für unsere spätere hoffentlich möliche berufliche Praxis als Staatsanwälte, Richter etc...

 

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