3. Dezember 2007

Ex-Kanzler mahnt Blog ab

Das geht uns alle an: Gerhard Schröder mahnte einen Blog ab, wie SpiegelOnline berichtet.

Zwar berief sich der Blog (Lobbycontrol) auf einen Bericht im SPIEGEL, aber Schröder wollte sich auch den wiederholenden Informationsfluss im Internet nicht gefallen lassen und ging dagegen vor, dass man ihm eine Beratungstätigkeit für das chinesische Außenministerium unterstellt.

Ja, ja, immer auf die Kleinen.

Wir sollten also kein Wort über Schröder verlieren, würde ich vorschlagen. Vorsichtshalber sollte man auch über Helmut Kohl und Helmut Schmidt keine Worte verlieren. Nicht, dass andere Ex-Kanzler dem Beispiel Schröders folgen.

Ach so, über Schröder habe ich ja nun schon Worte verloren!? Welch Paradoxon. Ok, das soll es aber gewesen sein.

Kommentare:

D. Ziegelmayer hat gesagt…

"er berief sich zwar auf Spiegel Online..."

Man wundert sich schon über das Wunschdenken mancher Blogger, dass - solang man sich auf Dritte bruft - das Maß der Verantwortung kleiner werden soll. Im Gegenteil: Man sollte sich immer davor hüten, irgendetwas zu verbreiten, was man nicht selbst geprüft hat. Auch (oder gerade?) wenn es von Spiegel Online kommt.

Peter Sansibar hat gesagt…

Glückwunsch zum 100. Post! :)

Peter Sansibar hat gesagt…

Zur Sache: Genau genommen wurde der Verein Lobbycontrol wegen einer "Studie" ("Fliegende Wechsel – die Drehtür kreist") abgemahnt.
Es erscheint schon sehr fragwürdig, im Rahmen einer "Studie" (!) ohne weiteres auf SpOn zu rekurrieren. Eine andere Frage ist natürlich, ob damit in die Rechte von G.S. derart eingegriffen wird, dass das einen Unterlassungsanspruch rechtfertigt. Ich persönlich hätte da angesichts des hohen Informationsinteresses der Allgemeinheit meine Zweifel - Schröder ist zwar nunmehr Privatmann, seine jetzigen Tätigkeiten hat er doch aber dem Amt "Bundeskanzler" zu verdanken...

 

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