22. Januar 2008

Bikini vs. inflationäre Nacktheit

Nachdem ich bereits über barbusige Frauen in Schwimmbädern berichtete, muss ich einmal über eine momentane Gegenbewegung namens Bikinirama in der hiesigen Kunstszene informieren. Diese Frauen erstellen kleine Internet-Filmchen, während derer Produktionszeit jede Beteiligte von der Kamerafrau über die Darsteller bis zum Scriptgirl Bikini zu tragen hat, um eine Ebene zu schaffen, auf der alle gleichberechtigt wirken können, wie auf der MySpace-Seite von Bikinirama zu lesen ist. Weiter wird dort erklärt:
"Der klassische Bikini dient Bikinirama als Sinnbild der ultimativen weiblichen Körperlichkeit ohne Obszönität und ist eine Auflehnung gegen die inflationäre Nacktheit in den modernen Medien und Kommunikationsformen."
Nun ja, stiefeltragende Bikini-Amazonen weisen tatsächlich ein höheres Erotik-Potenzial auf als Frauen im Eva-Kostüm, was neben der Inflation der Nacktheit aus laienpsychologischer Sicht vermutlich daran liegt, dass die Fantasie des Betrachters gefordert ist. Ähnlich freut der Mensch sich schließlich auch über ein ansprechend verpacktes Geburtstagsgeschenk, welches ein Rätselraten darüber ermöglicht, was sich wohl im Inneren verbirgt.
Insofern ist Bikinrama viel Erfolg zu wünschen. Bei YouTube kann man sie ebenfalls finden. Unbedingt empfehlenswert ist deren Film "Der Fluch der Bikinis", auf dessen Trashfaktor Quentin Tarantino neidisch wäre, wenn er von der Existenz dieses Filmes wüsste. Coole Musik liefern die Messer Chups.

Kommentare:

Johnny Kuppler hat gesagt…

Der juristische Bezug wird über den Kunstgriff "Nachtrag" erreicht. Nicht schlecht, Herr Kollege... :-)

Blondie hat gesagt…

Toll die Mädels, wie sie hinter einem Liege-Klappstuhl in Deckung gehen. Aber vielleicht sind das ja schußsichere Bikinis.

 

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