24. Januar 2008

Studentische Mitbestimmung: Dämlich, dämlich, dämlich!

Es ist wieder soweit: Zahltag! Leider nicht an mich, sondern an das größte Ärgernis der Uni, den AStA. In diesen Tagen musste ich meine Gebühr und somit 51,25 Euro der 1.104.950 Euro überweisen, die der AStA dieses Semester einnimmt.

Nach Abzug der Kosten für das Semesterticket verbleiben dem Finanzreferenten meines Misstrauens ca. 150.000 Euro für die so genannten "studentischen Belange", mithin die eigenen Referentengehälter, Partys, fruchtlose Demos, etc.

Dass es durchaus schlimmer geht, konnte man jüngst der Presse entnehmen:
Der AStA der Uni Bochum leistete sich ein großes Konzert mit Pop-Hochkarätern wie Culcha Candela, Juli und 2raumwohnung; für das studentische Leben an der Uni ja wahrhaft unabdingbar. Schade nur, dass bei den Ticketpreisen von 28 Euro die Studenten eher spärliches Interesse zeigten. So blieb am Ende ein Verlust von ca. 210.000-230.000 Euro. Chapeau!

Da dürfte ein Jahresetat in den Sand gesetzt worden sein. Ob das die weit überwiegend nichtwählende Studentenschaft interessiert, ist unbekannt. Möglich aber, dass der Herr Staatsanwalt sich der Sache annimmt... Das Ganze ist für den AStA jedoch noch kein Grund zur Sorge.

Was das für Leute sind, die Hochschulpolitik betreiben, konnte ich nebenbei heute in der Mensa auf einem Flyer erfahren... man beachte besonders die Rechtschreibung und die (nur teilweise erfolgreichen) Verbesserungsversuche.


Hoffentlich habe ich wirklich einen Tritt frei!

Kommentare:

Corega Tops hat gesagt…

Hi,
komme zwar nicht aus deiner gegend, aber kann es sein dass in deinem Artikel einiges nicht stimmt? Du selbst bist ja wohl nicht in Bochum, sondern in Kiel - und da kostete 06/07 das Ticket schon 51,50 Euro. Zu dem Zeitpunkt war der AStA Beitrag 7 Euro. Meine Zahlen kommen hier her:
http://www.asta.uni-kiel.de/front_content.php?idcat=129

Wo kommen deine Zahlen her?

Und was ich zu dem Venezuela Termin gefunden habe, deutet nicht darauf hin, dass es vom AStA ist. Scheint eine Aktion von der Antikapitalistischen Linken Schleswig-Holstein zu sein. Zu unterstützung/förderung durch den AStA habe ich nichts gefunden.

Naja - und wer dann noch Anfängt sich über die Probleme der Komilitonen in Bochum Gedanken zu machen, ohne Hintergrundwissen - ich weiß ja nicht. Hattest Frust und wolltest ihm am AStA auslassen?

Gruß
Tops

Peter Sansibar hat gesagt…

Ein Blick in den Beitrag von J. Kuppler beseitigt etwaige Unklarheiten:

1. Für studentische Belange stehen dem AStA pro Student 7 € zur Verfügung. Multipliziert mit der Anzahl der Studenten ergibt das die Summe von ca. 150.000 € (siehe 2. Absatz inkl. link auf den sog. Finanzreferenten)

2. J. Kuppler leitet den Verweis auf die Veranstaltung der AKL-SH ein mit den Worten: "Was das für Leute sind, die Hochschulpolitik betreiben...". Eine Verbindung zum AStA wird nicht hergestellt. Dass es um "Hochschulpolitiker" geht, entnehme der geneigte Leser bitte der rechten unteren Ecke des Flyers: "Die Linke HSG Kiel"

3. Wenn ein AStA in Deutschland über 200.000 € an studentischen Beiträgen veruntreut (im untechnischen Sinne), ist das ein Skandal - unabhängig von den konkreten Hintergründen!

4. Es heißt "KomMilitonen", da es abstammt von "commiles" (Latein). Aber das muss ich einem gebildeten Mitglied unserer Gesellschaft wie Dir ja nicht erzählen.

Gruß!
PS

Johnny Kuppler hat gesagt…

Was soll ich sagen. Der Kollege Sansibar hat wie immer recht. Erst lesen, dann pöbeln. Mach ich genauso.

Anonym hat gesagt…

"Es heißt "KomMilitonen", da es abstammt von "commiles" (Latein)."

Klugscheißer!

 

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