28. Februar 2008

Erde an JuS, wie erwirbt man Eigentum auf dem Mond?

Heute hatte ich die Märzausgabe der JuS im Briefkasten und musste mich doch sehr wundern. Seit Längerem hat die Ausbildungszeitschrift meines Vertrauens ja schon Beiträge zu diversen Schwerpunktbereichen in ihrem Repertoire, die mich meist wenig bis gar nicht interessieren. "An der Masse vorbei" ist vielleicht der richtige Ausdruck dafür. Diese Ausgabe setzt dem allerdings die Krone auf. Bei der Durchsicht stößt der Leser nämlich ab S. 217 auf einen Aufsatz mit dem schönen Titel: "Schwerpunktbereich - Einführung in das Weltraumrecht".
Ich sehe mich schon in der Öffrechtprüfung schwitzen, weil ich nichts über die Souveränität über den geostationären Orbit weiß (S. 218). Unglaublich. Auch wenn man im ersten Examen noch ein wenig praxisfern lernt, übertreiben muss man's ja nicht. Ohne nachgeprüft zu haben schätze ich im Übrigen, dass diesen Schwerpunkt deutschlandweit zwölf Student(inn)en belegen.
Ich hatte kurz innerlich die Kündigung formuliert, hoffe aber auf Besserung.

Kommentare:

PR hat gesagt…

Wie, Sie interessieren sich nicht schwerpunktmäßig fürs Weltraumrecht? Insbesondere das interplanetarische Privatrecht sowie das jeweilige öffentliche Recht der Heimatplaneten dürfte in Zeiten der Grundstücksverkäufe auf Mars und Venus zwingende Grundqualifikation eines jeden Juristen sein! *g*

Brandau hat gesagt…

Ich hoffe diesen Beitrag liest der zukünftige Prüfer nicht.
"Meine Damen und Herren, folgender Fall: Ein geostationären Satellit..." ;-)

Bernie hat gesagt…

Wenn die Aliens kommen, werdet Ihr Euch alle wundern.

Dr.P. hat gesagt…

Die Rakete hat ihren Job verloren...

Sie wurde gefeuert!!!

Stichwort/Soundwort: Interstellare Kündigungsschutzklage.

 

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