31. März 2008

Hippie-Quatsch als Hochschulsport?!

... die Uni Bremen mal wieder, wie man sie kennt und nicht [sic!] liebt!

Man achte auf das Bild! Da können sich dann auch die "autonomen FrauenLesben" anmelden...

Ausräuchern, gleich nach Liechtenstein!

Herzlichst, Ihr Johnny Kuppler

20. März 2008

Jura-Bachelor in Mannheim

In Mannheim wird laut eines Berichts von SpiegelOnline das herkömmliche Staatsexamen nur noch als aufzusattelnde Alternative anzudenken sein. Eine Stufe zuvor kann sich der geschlauchte Jurastudent auch mit dem Bachelor zufrieden geben und ist damit ein "Unternehmensjurist" ohne Kenntnisse im Strafrecht und ÖffRecht.
Meiner Meinung nach ist das noch sinnloser als der "Dipl. Jur.", denn wenn bei der derzeitigen Juristenschwemme (ok, angeblich erholt sich die Situation) in einem Bewerbungsstapel von etlichen Volljuristen ein Bachelor zu finden ist, warum sollte der potenzielle Arbeitgeber sich für die Einstellung des Bachelors entscheiden?
Ein Vorteil ist natürlich die betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikation, die im Bachelor enthalten sein soll.

Siehe daher hier auch die Bewerbungs-Infos des Kollegen Deyerler.

12. März 2008

"Monatelang muss man sich hier solch asoziales Verhalten von Dir Arschloch gefallen lassen"

Diese Zeilen fanden den Weg in meinen Briefkasten. Leider hat sich bisher keiner meiner Hausbewohner zu dem Schreiben bekannt - womöglich fehlt es ihm trotz der Drohungen in den letzten Zeilen eben doch an den nötigen Cojones. Aber das ist eine andere Frage...

Interessant für unsere Zwecke ist der strafrechtliche Aspekt. Interessant deswegen, weil ich nicht der Verursacher des monierten Lärms bin. Der unbekannte Autor hat sich schlicht im Briefkasten geirrt. Hat er sich dennoch wegen Beleidung (§ 185 StGB) strafbar gemacht, die ausweislich des § 15 StGB vorsätzliches Handeln erfordert oder liegt ein Tatumstandsirrtum vor, der den Vorsatz entfallen lässt (§ 16 I 1 StGB)?
Dabei stellt sich die Frage nach der Abgrenzung eines (unbeachtlichen) error in persona von der (beachtlichen) aberratio ictus.
Eine (vermeintlich) ähnliche Konstellation hatte das BayObLG zu entscheiden (JZ 1986, S. 911) und dabei folgenden Leitsatz aufgestellt (eine Fallbearbeitung findet sich in der Jura 2005, S. 273 ff. [Fahl]):
"Wer am Telefon eine Äußerung gebraucht, die die Ehre des Angesprochenen verletzt, verwirklicht grundsätzlich auch dann den äußeren und inneren Tatbestand der Beleidigung, wenn der Angesprochene ein anderer ist, als der Täter annimmt. Dies gilt jedoch in der Regel dann nicht, wenn der Angesprochene den Irrtum des Täters erkennt und deshalb die ehrverletzende Äußerung nicht auf sich bezieht."
M.E. liegt in unserem Fall kein Irrtum iSd § 16 StGB vor. Vielmehr hat der Täter den Inhaber meines Breifkastens (= mich) beleidigen wollen und eben das auch getan. Dass ich nicht der Lärmverursacher bin, ist ein unbeachtlicher Motivirrtum. Allerdings habe ich recht schnell begriffen, dass ich (eigentlich) nicht gemeint bin. Schwierig, schwierig.

Dass man als Jurist aber auch nicht einfach mal abschalten kann...

11. März 2008

Fehlerhafte Polizei-Software

In der Nacht zu Sonntag oder zu Montag schlitzten Unbekannte das Verdeck meines Autos auf, um in das Innere zu gelangen. Keine Ahnung, was die sich an Wertgegenständen versprochen haben. Entwendet wurde letztendlich nur eine total billige Sonnenbrille. Selbst bei Diebstahl eines Navis wäre der am Wagen entstandene Dachschaden...äääähh...Sachschaden höher zu bewerten.

Der Frust ist groß, die Wut noch größer. Wenn mir die Hundesöhne begegnen, würde ich ihnen am liebsten die Strafe zuteil werden lassen, mit der man im wilden Westen Viehdiebe bestrafte. Ist ja gar nicht sooo weit hergeholt, da unter der Haube 75 Pferdestärken schlummern. Das darf man wohl schon "Viehherde" nennen, aber die Herde ließen sie ja wenigstens stehen.
Naja, ok, ich finde es eigentlich selbst ganz knorke, dass wir in einem Rechtsstaat leben, so dass ich statt der Suche nach einem Kopfgeldjäger die Alternative vorzog, zur Polizei zu gehen, den Vorfall zu melden und Strafantrag zu stellen.

Der wirklich sehr nette Polizeibeamte nahm sich eine Stunde Zeit, maß die Schlitze und schaute, ob man irgendwo Fläche für Fingerabdrücke hätte, was dann wegen zu rauer Oberflächen verneint wurde. Er schrieb ein ausführliches Protokoll, dessen Text er mir vorlas und mich unterschreiben ließ. Dann gab er mir eine Bescheinigung für die Versicherung mit, die ich mir dann zu Hause durchlas und ich sah, dass er sich mit der Maus "verklickt" haben musste. Denn unter Delikt stand § 223 StGB, Körperverletzung. Weiter unten stand dann unter "Stehlgut" die Sonnenbrille.

Meine Frage nun: Wieso lässt die Software beim Anklicken von § 223 StGB zu, dass man "Stehlgut" angeben kann?

"Kieler Woche"-Prozess

Wie vermutlich zumindest alle Kieler wissen, wurde auf der letzten Kieler Woche ein 25-jähriger von einem 26-jährigen tödlich verletzt. Dieser wurde gestern vom Kieler Landgericht verurteilt und muss nun für sechs Jahre wegen Totschlags in Haft.

7. März 2008

Team Kiel siegt in Moot-Court-Finale vor BGH

Wie Statt aller berichtete, trat heute im El§a-Moot-Court-Wettbewerb Finale 2008 vor dem BGH ein Team aus Kiel gegen eines aus Leipzig an.

Ergebnis: Kiel 1, Leipzig 0!!

Das Statt-Aller-Team gratuliert unseren siegreichen Kombattanten!

6. März 2008

RotlichtVZ

Wie StattAller berichtete, wurde das für Erstsemester gedachte "ErstiVZ" durch "StudiVZ" abgemahnt. Nun schneite mir gerade über meine GMX-Mail-Adresse eine Spam-Mail rein, die nicht einmal der scharfe GMX-Spamfilter aufzuhalten vermochte. Diese war ähnlich aufgemacht wie die total lästigen "StudiVZ"-Einladungen:
Alex hat Dich ins RotlichtVZ eingeladen!
Sofort einloggen und auf einen Schlag vernetzt sein. Suchen, finden oder einfach rausfinden, wer mit Dir sex-daten möchte. Leichter als SMS, schöner als E-Mail und noch dazu Deine Kontakt-Zentrale (für Männer und Frauen).

Klicke auf diesen Link, um Deine Einladung abzuholen:
Den Link habe ich beabsichtigt weggelassen, damit niemand aus Versehen in irgendeine Kostenfalle tapert.
Hier wäre eine Abmahnung doch sehr viel nützlicher als eine Abmahnung gegen "ErstiVZ". Denn somit stirbt schon mal wenigstens eine von 1000en Spam-Mails aus. Na, vermutlich haben die "StudiVZ"-Heinis Angst vor Mike Hansen oder einem seiner Freunde.

4. März 2008

Hausarbeitenbeschiss: Wenn ich die erwische, pflüg' ich sie unter!

Reich und dämlich! Dieses Klischee trifft, wie ein jeder weiss, auf so manchen Jurastudenten zu. Versoffene Burschis, geleckte Schmierlappen mit Barbourjacke, Seglerschuhen und - selbstverständlich - hochgeklappten Kragen. Aufgepasst: Es gibt ein neues tolles Angebot für Euch!


Wiederholt werben die "Akademischen Ghostwriter" von Acad Write im Unicum für ihre unmoralischen, unlauteren Dienste. Selbstverständlich soll eine Erklärung ausgefüllt werden, in der man versichert, die erstellte Arbeit nicht als eingene auszugeben.

Der Umfang und der ausgelobte Preis lässt allerdings eine Schmalspurlösung erwarten:

Unser Festpreis für juristische Falllösungen im Umfang von 5 bis 15 Textseiten (Bearbeitungszeit etwa 2- 3 Wochen) gibt es ab 26,95 EUR je Seite.

Zum Glück fallen diese Idioten spätestens bei den Examensklausuren auf die Nase... wenn ich nicht schon vorher ihre Hausarbeit korrigiere!!

Herzlichst, Ihr Johnny Kuppler

3. März 2008

Jobchancen an Hamburger Gerichten

Wer gerne Richter werden möchte und z.Zt. vielleicht gerade mitten im Referendariat steckt, dem sei gesagt, dass sein Timing recht gut ist. Ab 2009 rollt eine Pensionierungswelle durch Hamburger Gerichte, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Dort kann man auch die Schwärmereien einer Richterin am Amtsgericht nachlesen, die an ihrem Job liebt, etwas zu tun, "an dessen Bedeutung man niemals Zweifel hat".
 

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