11. März 2008

Fehlerhafte Polizei-Software

In der Nacht zu Sonntag oder zu Montag schlitzten Unbekannte das Verdeck meines Autos auf, um in das Innere zu gelangen. Keine Ahnung, was die sich an Wertgegenständen versprochen haben. Entwendet wurde letztendlich nur eine total billige Sonnenbrille. Selbst bei Diebstahl eines Navis wäre der am Wagen entstandene Dachschaden...äääähh...Sachschaden höher zu bewerten.

Der Frust ist groß, die Wut noch größer. Wenn mir die Hundesöhne begegnen, würde ich ihnen am liebsten die Strafe zuteil werden lassen, mit der man im wilden Westen Viehdiebe bestrafte. Ist ja gar nicht sooo weit hergeholt, da unter der Haube 75 Pferdestärken schlummern. Das darf man wohl schon "Viehherde" nennen, aber die Herde ließen sie ja wenigstens stehen.
Naja, ok, ich finde es eigentlich selbst ganz knorke, dass wir in einem Rechtsstaat leben, so dass ich statt der Suche nach einem Kopfgeldjäger die Alternative vorzog, zur Polizei zu gehen, den Vorfall zu melden und Strafantrag zu stellen.

Der wirklich sehr nette Polizeibeamte nahm sich eine Stunde Zeit, maß die Schlitze und schaute, ob man irgendwo Fläche für Fingerabdrücke hätte, was dann wegen zu rauer Oberflächen verneint wurde. Er schrieb ein ausführliches Protokoll, dessen Text er mir vorlas und mich unterschreiben ließ. Dann gab er mir eine Bescheinigung für die Versicherung mit, die ich mir dann zu Hause durchlas und ich sah, dass er sich mit der Maus "verklickt" haben musste. Denn unter Delikt stand § 223 StGB, Körperverletzung. Weiter unten stand dann unter "Stehlgut" die Sonnenbrille.

Meine Frage nun: Wieso lässt die Software beim Anklicken von § 223 StGB zu, dass man "Stehlgut" angeben kann?

Kommentare:

Johnny Kuppler hat gesagt…

Ich kann Deinen Zorn nur zu gut verstehen! Nachdem mir vor ca. zwei Jahren mal die Motorhaube zerkratzt wurde, bin ich allerdings nicht zur Polizei gegangen. Man sollte nicht erwarten, dass die wirklich was unternehmen werden/können.

Außerdem wollte ich für den Fall, dass ich wider Erwarten diese Scheißhausratte irgendwann erwische, mir die Wild-West-Bestrafung nicht verbauen...

Desperado hat gesagt…

Ja, etwas unternehmen können die nicht, das ist richtig. Und zeitaufwändig ist es auch. Aber da ich ja die Versicherung beanspruchen will, musste ich das ohnehin melden. War aber schon erstaunt, dass der Polizeibeamte mich fragte, ob ich den Vorfall nur melden will oder auch Strafantrag stellen will. Natürlich auch Strafantrag! Und die Halunken dann bitte am besten ins Zuchthaus zum Tütenkleben und Steineklopfen.

 

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