4. März 2008

Hausarbeitenbeschiss: Wenn ich die erwische, pflüg' ich sie unter!

Reich und dämlich! Dieses Klischee trifft, wie ein jeder weiss, auf so manchen Jurastudenten zu. Versoffene Burschis, geleckte Schmierlappen mit Barbourjacke, Seglerschuhen und - selbstverständlich - hochgeklappten Kragen. Aufgepasst: Es gibt ein neues tolles Angebot für Euch!


Wiederholt werben die "Akademischen Ghostwriter" von Acad Write im Unicum für ihre unmoralischen, unlauteren Dienste. Selbstverständlich soll eine Erklärung ausgefüllt werden, in der man versichert, die erstellte Arbeit nicht als eingene auszugeben.

Der Umfang und der ausgelobte Preis lässt allerdings eine Schmalspurlösung erwarten:

Unser Festpreis für juristische Falllösungen im Umfang von 5 bis 15 Textseiten (Bearbeitungszeit etwa 2- 3 Wochen) gibt es ab 26,95 EUR je Seite.

Zum Glück fallen diese Idioten spätestens bei den Examensklausuren auf die Nase... wenn ich nicht schon vorher ihre Hausarbeit korrigiere!!

Herzlichst, Ihr Johnny Kuppler

Kommentare:

Peter Sansibar hat gesagt…

Aus den FAQ:
"2. Ist Ghostwriting erlaubt?
Ja. Ghostwriting ist erlaubt. Es gibt keine Gesetze oder Normen, die Ghostwriting verbieten. ACAD WRITE darf daher im Kundenauftrag wissenschaftliche Texte verfassen, bearbeiten, redigieren usw. ACAD WRITE weist an dieser Stelle allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Sie eine Arbeit, die Sie bei uns in Auftrag geben, nicht als Ihr Werk deklarieren dürfen."

An anderer Stelle:
"Wir unterstützen Sie und Ihre Karriere mit über 250 hoch qualifizierten Autoren aus fast allen wissenschaftlichen Fachbereichen. Texte von der Hausarbeit bis zur Dissertation."

Klar: Meine Karriere wird super unterstützt, wenn ich Arbeiten abliefere und darauf hinweise, dass sie nicht von mir stammen.
Perplex.

Desperado hat gesagt…

Was ist der Sinn des Ghostwritings, wenn man seinen Namen nicht angibt? Wessen Namen soll man denn angeben, wo man sich doch laut Punkt 3 der FAQs zu gegenseitigem Stillschweigen verpflichtet? Ein Tucholsky-Pseudonym á la Theo Tiger und Leo Löwe? So einen Vertrag würde ich ja gerne mal lesen. Da müsste dann nämlich auch explizit ein Verzicht auf die Rechte aus § 13 UrhG (Namensnennungsrecht) erwähnt werden.

Außerdem würde ich gerne wissen, welche Anforderungen die an einzustellende Juristen stellen.

Super auch, dass die sogar bei Habilitationsschriften helfen. Wenn das so leicht ist, warum werden die nicht selbst alle Professor?

Peter Sansibar hat gesagt…

"Wenn das so leicht ist, warum werden die nicht selbst alle Professor?"

Vielleicht weil sie wert legen auf Freunde und Familie??? ;)

Anonym hat gesagt…

Imerhin bringt das Start-Up alles mit, was Vertrauen in ein Unternehen weckt:
Eine ominöse Struktur mit einer Limited, die in Deutschland durch eine GmbH vertreten wird, deren GeFü aber personenidentisch sind, Dankesbekundungen anonymer Nutzer und schließlich schauderhafte AGB.

Vielleicht ist das aber auch nur eine Agent Provocation des Statt-Aller-Teams oder der Uni. Ja liebe Vebindungsfatzkes, bitte gebt dort Eure persönlichen Daten ein, sie werden gut bewacht werden.

Desperado hat gesagt…

Hier gibt es übrigens mal eine Stellenanzeige von Acad Write zu bewundern. Abgeschlossenes Studium reicht aus. Von der Note steht da nix.
Und hier findet man einen Erfahrungsbericht.

Rob hat gesagt…

Nicht schlecht :-)
Ich habe von jemandem gehört, der seine Diplomarbeit schreiben ließ.

Die Diplomarbeit wurde mit einer 4 bewertet - Schadenfreude ist die schönste Freude, oder? ;-)

Desperado hat gesagt…

@rob: Ja, ich kenne auch jemanden (zur Erschwerung der Identifikation ist das geschlechtsneutral gemeint), der eine 3-seitige Lösungsskizze seiner Hausarbeit zu Anfang bei einer auf sein Wahlfach spezialisierten Kanzlei anforderte und in der letzten Woche eine bezahlte Anwältin einen beträchtlichen Teil der Hausarbeit schreiben und den anderen Teil verbessern ließ, die für solche Fälle in unserer Stadt wohl recht bekannt sein soll. Ergebnis waren dann 2 Punkte. Na, das war ja mal gut angelegtes Geld. Das Geld hätte man wohl auch in irgendwelche Optionsscheine stecken können. ;) Naja, solange Papa zahlt?!

Anonym hat gesagt…

das beste an Acad Write finde ich, dass der Besitzer der Ghostwriterfabrik (Sven Langenhahn)ein Schauspieler aus Halle ist: http://www.opernhaus-halle.de/events/show_event.php?key=2862&cat=2007-2008-1

... naja, der rest der Truppe wird dann die Ghostwriter mimen :)

krzysztof.chrostowski hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Anonym hat gesagt…

Kann nur stark von Acad Write abraten! Die schulden mir immer noch Geld! Super PR macht die Firma und tolle Website aber die Qualität ist mies! Hab von denen eine Gliederung bekommen, die schrecklich war. Wollte alles abblasen aber Vorauszahlung war schon draußen und das Geld hab ich nie wieder gesehen!
Hab alles selber gemacht und bin sehr glücklich!

Anonym hat gesagt…

Betrüger (ACAD WRITE) sind das - lasst die Finger weg!
Geld werdet Ihr auch nicht wieder sehen...

Anonym hat gesagt…

######

Hallo liebe Leser,

ich suche anonyme Erfahrungsberichte zur AGENTUR ACAD WRITE oder andere Ghostwriting Agenturen. Würde mich über eine anonyme Mail mit euren Erfahrugen sehr freuen. Bitte schreibt eure Geschichte. Anonym und direkt.

Freue mich. Herzliche Grüße
Britta

MAIL: britta.stedten@googlemail.com

VIELEN DANK!!

###########

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

der große Ghostwriting_TEST:


Sie haben schlechte Erfahrungen mit Ghostwriting-Agenturen gemacht? Oder Sie haben gute Erlebnisse sammeln können und wurden bestens bedient?

Erzählen Sie es anonym! Keine Zeitangabe, keine Themenangabe, keine Namensangabe notwendig! Schaffen Sie Transparenz!

britta.stedten@googlemail.com

Liebe Grüße!

Tanja Strauss hat gesagt…

http://www.dr-schulte.de/2011-pressemitteilungen/welche-anspruche-habe-ich-gegen-meinen-ghostwriter.html

Anonym hat gesagt…

acad-write-Erfahrungsbericht:
Ich habe neulich leider eine Arbeit für acad-write-akademischer-Betrug verfaßt und werde nie wieder Ghostwriting machen. Das war das erste und letzte Mal. Es ist nämlich nicht nur Beschiß den ehrlichen Leuten gegenüber, sondern die acad-write-Truppe bescheißt selber. Und wie!
Es gab eine Ausschreibung zum Titel:
"Voseo im Raum Spanien und Lateinamerika
Schwerpunkte:
Entstehung, Gebrauch, Verbreitung",
Honorar: 276,00 EUR
Nach Abgabe der Arbeit und Kassierung derselben kam als rotzfreche Antwort:

"Sehr geehrte XY,

bei unserer abschließenden Überprüfung Ihrer Lieferung stellten wir fest, dass keine der von der Kundin angegebene, und für die Bearbeitung notwendige, Literatur Verwendung fand. Wir müssen einen anderen Autor mit der Neubearbeitung beauftragen, der dies umsetzen kann. Leider können wir Ihnen kein Honorar zusprechen und bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Langenhahn"

und dann diese Lügenreihe:

"Sehr geehrte XY

danke für Ihre Nachricht. In unserem gestrigen Telefonat hatte ich Sie gefragt, ob Sie die in der, von der Kundin übermittelten, Checkliste aufgeführte Literatur verwendet hatten. Sie hatten dies bejaht. Dies trifft allerdings nicht zu.
Keines der genannten Bücher fand bei Ihrer Bearbeitung Berücksichtigung.
Stattdessen zitierten Sie aus Hauarbeiten, in dem Glauben dies sei wissenschaftlicher Standard. Ist es aber nicht.
Die Checkliste mit den Literaturangaben erhielten Sie nachweislich am 02. August diesen Jahres. Sie machten während der Bearbeitung nicht darauf aufmerksam, dass Ihnen keiner der genannten Titel zur Verfügung steht.

Außerdem: Am 09. August sollte die Endlieferung erfolgen. Sie verzögerten die Lieferung ohne Angabe von Gründen um drei Tage. Das ist nicht akzeptabel.

Von einer Honorierung sehen wir ab und verzichten auf Ihre weitere Tätigkeit für unser Unternehmen.

Dennoch wünsche ich Ihnen für die Zukunft alles Gute und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Sven Langenhahn"

Mit solchen Lügen wird bei acad-write gearbeitet. Es ist eine Betrugsfirma. Und das Schlimme ist, daß die nächstens nach Kroatien expandieren wollen. Die sitzen bereits in England (Manchester), Deutschland, der Schweiz und Österreich. Es ist ein gigantischer, globaler Betrug, der da über acad-write läuft.

Anonym hat gesagt…

Das Fiese bei acad-write ist, dass die nach Einkassierung der Arbeit den Zugang zum internen Mailcenter sperren und den ganzen Mailverkehr löschen, damit man ihnen nichts nachweisen kann. Es ist Betrug der übelsten Sorte.

Anonym hat gesagt…

Alles Blödsinn habe selber fùr Acad write geschrieben . Sind freundlich kulant und bezahlen gut . Aber man muss tatsächlich auch Qualität bringen . Besonders man muss bringen was verlangt ist und dies pünktlich. Vorsicht vor schlechten Erfahrungen hier versuchen Konkurrenten miese Werbung zu machen . Leider wahr.

Anonym hat gesagt…

Haha, der letzte Anonyomus ist ja lustig: Spricht davon, dass man Qualität abliefern muss, kennt aber keine Zeichensetzung! :)

Goellner hat gesagt…

Nach 10 Jahren in dieser Branche kann ich nur dazu raten, dass man sich als Interessent einen möglichst umfassenden Einblick in die Leistungsbereitschaft des Anbieters verschafft und sich nicht bloß auf das Marketing verlässt. Gerade in der Kommunikation über ein geplantes Projekt ergeben sich zahlreiche Anhaltspunkte darüber, welche Kompetenz und Leistungsbereitschaft ein Autor mitbringt.

Anonym hat gesagt…

Ich meine, dass nicht alle Ghostwriter Agenturen schlecht sind.

Anonym hat gesagt…

Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, einen Ghostwriter für meine Bachelorarbeit zu beauftragen. Aber ich weiß nicht, ob es sicher ist.

Lampone hat gesagt…

Was mich anbetrifft, hatte ich gute Erfahrungen mit Ghostwriting. Die Agentur, die ich beauftragt habe, De Ghostwriting war sehr zuverlässig. Alle meine Anforderungen wurden erfüllt.

Stefan hat gesagt…

Ich denke auch, moralisch ist es nicht unbedingt einwandfrei, aber in manchen Fällen vielleicht doch gerechtfertigt.
Ich bin jedenfalls in meiner Arbeit stecken geblieben, hab einfach keinen roten Faden mehr gefunden und habe mir dann von einer Agentur helfen lassen (www.textundwissenschaft.de). Durch gezieltes Telefoncoaching und dem Verfassen einiger weniger Textteile habe ich die Spur wieder gefunden und war motiviert, die Arbeit durchzuziehen. War letztlich auch recht erfolgreich. Insofern bin ich denen schon dankbar, auch wenn es natürlich nicht ganz günstig war.

 

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