14. Juli 2008

Extremsportlerbeschützergarantenpflicht?

"Sie wollten ihre körperlichen Grenzen austesten: Hans P., 45, und Uwe M., 41, starteten im Teilnehmerfeld von 585 Sportlern am Sonntag zum Extremlauf auf die Zugspitze, [...] Am Ende bezahlten beide Männer den sportlichen Belastungstest mit dem Leben.
[...]
Zehn Minuten vor dem Ziel, an der alten Zollhütte in rund 2700 Metern Höhe, brachen Uwe M. aus dem nordrhein-westfälischen Witten und Hans P. aus Ellwangen in Baden-Württemberg tot zusammen. [...] Die beiden hätten sich "bis zur völligen Erschöpfung" verausgabt, erklärte ein Sprecher der Bayerischen Bergwacht[...].
[...]
"Dann können sie doch nicht zusehen, wenn Leute beim Laufen so durchhängen", empört sich Teilnehmer Schurig. "Dann müssen sie die betreffenden Läufer rigoros aus dem Rennen nehmen. Stattdessen haben sie sie buchstäblich in ihr Unglück rennen lassen."
[...]
Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft, ob sie gegen den Veranstalter Ermittlungen aufnehmen muss."
(Spiegel Online)

Bitte? Hat sich da nicht vielleicht jemand freiverantwortlich selbst gefährdet?
Ist ja auch nicht so als hätte niemand versucht zu helfen. Und wenn das Wetter so schlecht ist oder wird, dass es einen umbringt, hört man doch für gewöhnlich auf. Diese natürlichen Instinkte des Selbstschutzes scheinen Extremsportler bisweilen auszuschalten. Müssen andere den Überlebensinstinkt wieder ersetzen?
Zum Glück wird ja bisher nur "geprüft", ob man überhaupt ermittelt. Beruhigt wohl die Gemüter. Auch der OStA sieht eine Eigenverantwortung der Läufer.

Ganzer Artikel bei SpOn.

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