21. Juli 2008

Gelöbnis trotzt Vaterlandsverrätern

Gestern Abend fand es dann also doch auf der Grünfläche vor dem Reichstagsgebäude statt: Das feierliche Gelöbnis von 500 Bundeswehr-Rekruten zum Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentats am 20. Juli 1944.

Nachdem zunächst das Grünflächenamt Berlin-Mitte dieser Veranstaltung samt Ort nicht allzu viel abgewinnen konnte, meldeten sich auch die üblichen Verdächtigen zu Wort:
Eine Sprecherin der SED-Nachfolger ließ uns ebenso an ihren geistigen Ergüssen teilhaben wie "Che Guevara"-TShirts tragende, selbsternannte Vaterlandsverräter vom Aktionsbündnis "GelöbNIX".

Doch konnten auch diese Stützen der Gesellschaft schließlich nicht verhindern, dass das Gelöbnis ohne nennenswerte Zwischenfälle unmittelbar vor dem Parlament stattfinden konnte. Ein angemessener Rahmen für eine solche Veranstaltung: Die Bundeswehr ist eine Armee, welche sich aus der Mitte der Gesellschaft rekrutiert, der parlamentarischen Kontrolle unterworfen ist, den Soldaten als "Staatsbürger in Uniform" begreift und im Ausland für die Sicherung des Friedens und die Stärkung der Demokratie eintritt.

Kern der Veranstaltung war übrigens das Gelöbnis, welches seine Grundlage in §§ 9 II, 7 SoldG findet:
"Soldaten, die nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten, bekennen sich zu ihren Pflichten durch das folgende feierliche Gelöbnis:
'Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.' "

1 Kommentar:

Kand.in.Sky hat gesagt…

Die Soldaten die die deutsche Freiheit am Hindukusch verteidigen oder bei der Fussball-WM 2006 den Verkehr regelten?
Für mich stelt sich nicht die Frage wer hier die Vaterlandsverräter sind

#k.

 

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