1. August 2008

Etwas tolpatschig ins Spiel gebracht

Drei Täter brachen in einen Second-Hand-Laden ein und teilten die reiche Beute unter sich auf: Spielkonsolen, Kameras, DVD-Player u.ä. Die Hinweise, wer das gewesen sein könne, waren mehr als dürftig. Dann tauchten zwei der Täter mit einer Kamera aus dem Einbruch doch tatsächlich bei dem Ladeninhaber auf:
"Hier, diese Kamera wurde uns von einem Unbekannten verkauft. 50 Euro haben wir dafür gelöhnt. Könnte aus dem Einbruch stammen. Am Rückkauf für 50 Euro interessiert?"
Die Kamera wurde als Diebesgut erkannt, der Ladeninhaber war interessiert und kaufte die Kamera zurück, weil die Polizei damit ja vielleicht was anfangen könne. Abends rief dann einer der beiden Täter nochmal in dem Laden an, er hätte noch eine X-Box für 200 Euro gekauft. Ob daran auch ein Rückkaufinteresse bestünde. Damit wurden ohnehin schon auftauchende Zweifel an dem ganzen Geschehen noch weiter verstärkt. Die Täter waren nun im Spiel der Polizei und durften sich vernehmen lassen. Im Sinne der Gerichtigkeit finde ich es ja gut, dass alles so lief, aber aus Tätersicht verstehe ich nicht, warum die sich keinen anderen Käufer suchten.

1 Kommentar:

Malte S. hat gesagt…

Manchmal ist Strafe im Sinne des StGB halt doch nicht nur wegen der Schuld zu verhängen, sondern auch wegen der Dummheit.

 

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