5. August 2008

Was haben NJW und BILD gemeinsam?

Die BILD-Zeitung ist innerlich tief zerrissen:
Während auf Seite 1 ein halbnacktes Mädel den Verkauf am Kiosk ankurbeln soll und sich in den "Kleinanzeigen" Nummern für die schnelle Nummer finden lassen, wird daneben gerne der Verkauf der "Benedikt-Bibel" propagiert.

Doch auch die NJW scheint an Persönlichkeitsspaltungen zu leiden.
So findet sich in der aktuellen Ausgabe (32/08) auf S. XIV ein Interview mit RA Dr. Wolfgang Zimmerling zu illegalen Geschäften mit Doktortiteln. Die NJW fragt darin etwa:
"Der Promotionsskandal von Hannover - ein Einzelfall oder nur der Anfang vom Bösen?"
Und was findet sich in den Kleinanzeigen auf S. XXXI?

(Mit Dank an Dr. G.)

Kommentare:

Matthias P hat gesagt…

Natürlich ist das Ghostwriting bedenklich, und untergräbt insbesondere den Wert des Doktortitels. Allerdings ist es meines Wissens nach Ghostwriting nicht gleich Ghostwriting. Helfen beim Recherchieren z.B. und aufarbeiten scheint legal zu sein. Es muss halt jeder selbst entscheiden ob er sich dann noch in den Spiegel schauen kann. Aber wer sucht, der findet gewöhnlich auch

TempelB hat gesagt…

Da gibt es auch kuriose Angebote, so etwa der Art: "Wir schreiben Ihnen Ihre Dissertation/Habilitation etc." und gleichzeitig den Hinweis, daß es nicht zulässig sei, solche Arbeiten als Prüfungsleistung einzureichen...

 

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