28. Oktober 2008

Entschädigungsfall bei Lehman - aber: Keine Entschädigung für Inhaber von Zertifikaten

Die BaFin hat heute für Lehman Brothers Bankhaus AG den Entschädigungsfall im Sinne von § 1 V EAEG festgestellt und damit die Möglichkeit für Entschädigungsansprüche nach §§ 3, 4 EAEG geschaffen. Gläubiger werden nun von der BaFin unterrichtet (§ 5 II EAEG); entsprechende Ansprüche müssen innerhalb eines Jahres nach der Unterrichtung schriftlich angemeldet werden (§ 5 III EAEG).

Allerdings werden die Inhaber von Zertifikaten (selbst wenn die dt. Tochter Emittentin gewesen sein sollte) weder nach dem gesetzlichen (s. § 4 iVm § 1 II und IV EAEG) noch nach dem freiwilligen (§ 6 des Statuts des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Dt. Banken) Sicherungssystem entschädigt* - diese sind viel mehr darauf angewiesen, ggf. Ansprüche auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung gegen ihre Bank geltend zu machen (s. dazu auch das sog. Bond Urteil.).


*Spiegel online hat einen früheren (einen anderen Eindruck erweckenden) Artikel nunmehr berichtigt

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