10. Oktober 2008

Promovierte Volksvertreter - heute: Wolfgang Schäuble

Nachdem in der ersten Folge dieser kleinen "Statt Aller"-Serie noch die Dissertation Markus Söders vorgestellt wurde, dessen politische Karriere in den letzten Tagen einen erneuten steilen Aufstieg erfahren durfte, wenn auch noch nicht bis ins Amt des Ministerpräsidenten, präsentiere ich Ihnen heute die Promotionsschrift unseres amtierenden Innenministers Wolfgang Schäuble.

Herr Schäuble wurde im Jahr 1971 an der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg im Breisgau promoviert. Seine rechtswissenschaftliche Arbeit unter dem Titel "Die berufsrechtliche Stellung der Wirtschaftsprüfer in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" wurde betreut von den Professoren Dr. Rittler und Dr. Bullinger.
Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass das Thema tiefgehend und breit angelegt bearbeitet wurde. Davon zeugen nicht nur die 223 Seiten sondern auch ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie 918 Fußnoten. Sprachlich klar und präzise werden die rechtlichen Problemfelder erarbeitet. Sie münden in einen rechtspolitischen Ausblick für die entsprechende Gesetzesmaterie. Insgesamt lässt sich der Eindruck gewinnen, dass Wolfgang Schäuble sich nach seinem ersten Juristischen Staatsexamen im Jahre 1966, seiner anschließenden Tätigkeit am Lehrstuhl Prof. Dr. Rittlers und seines Referendariats bis Ende 1970 seiner wissenschaftlichen Tätigkeit umfassend gewidmet hat.

Kein Zufall also, dass Dr. Schäuble durch den von ihm maßgeblich gestalteten Einigungsvertrag große historische Verdienste erlangte. Als einer der profiliertesten Politiker der Union wird Dr. Schäuble sicherlich auch zukünftig die Geschicke der Bundesrepublik mitbestimmen, obgleich er durch seine politische Tätigkeit und seinen fortwährenden Einsatz für die Demokratie in unserem Staat schon große persönliche Opfer bringen musste.

Es wäre wünschenswert, wenn ihm für all dies auch von denen die Anerkennung entgegen gebracht wird, die sonst gegen Wolfgang Schäuble oder seine Bemühungen für die innere Sicherheit polemisieren.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

I throw me away...

Dominik Boecker hat gesagt…

Es ist völlig egal, wie groß seine wissenschaftlichen Ansätze gewesen sein mögen.

Er muß seinen Job ordentlich machen und sich nicht auf etwaigen Meriten ausruhen. So lange er sich - wenn auch politisch geschickt - in seinem Job aufführt, wie die Kettensäge im Wald, wird er weiter Kritik einfahren - und das völlig zu Recht.

 

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