22. Dezember 2008

Rechtfertigt das die GEZ?

In einer Anzeige auf SpiegelOnline entdeckte ich gerade, dass das ZDF am 29.12.2008 den Film "Batman Begins" zeigt. Das ist ohne Frage ein sehr sehenswerter Film, welcher die vorherigen Batman-Verfilmungen dank gewisser Erklärungen zu Batmans Fähigkeiten in der Seriösität problemlos schlägt.

Christopher Nolan ("Memento") ist ein sehr guter Regisseur, Christian Bale ein cooler Typ und Sir Michael Caine doch ohnehin der Größte. Auch zu Liam Neeson, Gary Oldman und Morgan Freeman muss man wohl keine Worte mehr verlieren. Aber rechtfertigt die Sendung derartiger Filme etwa die GEZ? Nein, im Gegenteil! Mit dem öffentlichen Bildungsauftrag hat auch Batman nichts zu tun. Die anderen Sender hätten die Lizenz für diesen Blockbuster sicherlich auch gern gezahlt, so dass der Film kaum jemandem vorenthalten geblieben wäre.

Bezeichnend finde ich auch, dass im Eintrag zum Film in dieser Onlinezeitschrift eine Anzeige der GEZ erscheint. Und noch bezeichnender finde ich, dass es sich um eine Free-TV-Premiere handelt. Damit dürften die Lizenzkosten im höchstmöglichen Level liegen. Da freut man sich doch, dass die GEZahlten Gebühren so sinnvoll ausgegeben werden. Wäre ja auch zu blöde, wenn der Film auf anderen Sendern durch Werbung finanziert werden müsste. Auf Amazon kostet der Film gerade EUR 7,95. Dafür hätte man dann sogar die englische Tonspur und starken Surround-Sound.

Kommentare:

Peter Sansibar hat gesagt…

In Anbetracht eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems, das einer Sportschaumoderatorin demnächst wohl ca. 900.000 € im Jahr zahlen möchte, wundert mich das auch nicht mehr.
ARD/ZDF gehörend dringend reformiert! Aber um das durchzusetzen, müsste man sich schon an die Macht putschen...

OT: Hab mir grad The Dark Knight für 8,90 € gesichert. :)

Anonym hat gesagt…

ob man unterhaltung, die man durchaus auch als "kultur" definieren kann, öffentlich-rechtlich finanzieren muss mag diskussions würdig sein, ich persönlich finde es aber nicht so dramatisch/schlimm.

unbegreiflicher finde ich allerdings, das es den öffentlich-rechtlichen anstalten erlaubt ist werbung zu senden, sich teile des fernsehprogrammes werbesponsorn zu lassen und sich so in eine, wenn auch kleine abhaengigkeit zu begeben, die mitunter zu intressenskonflikten führen kann. (bildungsauftrag kontra werbeeinnahmen).

genauso ist es fragwürdig warum man für eigenwerbemaßnahmen geld der allgemeinheit ausgeben muss, wenn doch der auftrag bildung/information heisst und nicht größtmögliche einschaltquoten.

fragwürdig ist auch warum man immernoch eine kostenverschlingende einrichtung wie die gez am leben erhält, wo ein fernseher zur grundversorgung der bevölkerung gehört und auch genutzt wird (95% aller haushalte haben min einen fernseher - Stat.BA)).
kurzum es liegt da vielmehr im argen als ein kleiner film der unterhält - das system als ganzes ist krank.

gruß runatthesun

 

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