31. Januar 2009

Schlechte Zeiten für JC Flowers - und Kommentatoren des FMStG

Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Entwurf erarbeitet, mit dem das erst kürzlich verabschiedete Finanzmarktstabilisierungsgesetz geändert werden soll.

Ziel der Änderung ist es u.a., eine Möglichkeit zu schaffen, Anteilseigner von Banken zu enteignen und Banken zu verstaatlichen. Im Auge hat man dabei insbesondere die Hypo Real Estate und deren Großaktionär (24,9 %), JC Flowers. Dieser Investor hatte im letzten Jahr noch 22,50 € pro Aktie gezahlt - der gestrige Schlusskurs in Frankfurt lag bei 1,28 €. Eine Entschädigung (siehe Art. 14 III GG) dürfte "immerhin" noch bei ca. 1,50 €/Aktie liegen.

Zwar stößt dieser Entwurf bisher nach Berichten noch auf Widerstand in der CDU, doch dürfte eine entsprechende Änderung nicht nur bei JC Flowers, sondern auch bei den Verfassern eines Kommentars zum FMStG (und deren Mitarbeitern...) für erhöhte Betriebsamkeit sorgen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Warum 1,50 €?

Gekauft wurde es ja für über 20 €/Aktie.

Wenn man dann nach Marktwert enteignet, realisiert man erst den Verlust, der vorher noch nicht eingetreten ist.


Gibt es zur Aktien-/Anteilseignung nach Marktwert eigentlich überhaupt Rechtsprechung?

Der Rufer hat gesagt…

Dass der Verlust _genau jetzt_ realisiert wird, ist ja gerade das Zwangselement der Enteignung. Insofern kann nur auf den Marktwert zum Zeitpunkt der Enteignung abgestellt werden.

 

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