14. April 2009

"Sperrung von Wikileaks.de": Much Ado About Nothing?

Wie groß war die Aufregung, als am letzten Donnerstag "urplötzlich" (?) und "ohne Vorwarnung" (?) die Domain "Wikileaks.de" nicht mehr abrufbar war. Die Gründe dafür lagen zunächst völlig im Dunkeln.
"Zensur!" schrien die einen (und halten gar eine Verwicklung des BND für möglich Vieles für denkbar). Die anderen sahen chinesische Verhältnisse einkehren. Und Heise.de machte das, was sie am besten können: Kommentatoren eine Plattform bieten.

Nun äußern sich die unmittelbar Beteiligten:
Der Provider hat angeblich bereits im Dezember eine Kündigung des Vertrages mit dem Inhaber der Domain "Wikileaks.de" mit Wirkung zum 30. März 2009 ausgesprochen.
Der Domain-Inhaber hingegen weiß angeblich von nichts. Eine "versuchte Auflösung" des Vertrages hingegen wird bestätigt; allerdings verstoße der Provider gegen mündliche Abreden.

Wir sind gespannt zu erfahren, welcher der Beteiligten ein falsches Spiel spielt. Bis dahin ist eines sicher: Gute Zeiten für Verschwörungstheoretiker.

1 Kommentar:

Pavement hat gesagt…

Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich keine Verwicklung des BND sehe, sondern nur auf die Pressemitteilung von Wikileaks hingewiesen habe.

 

kostenloser Counter