23. Juli 2009

Die drei goldenen Regeln des Zivilrechts...

... mit denen man, so jedenfalls mein AG-Leiter, der sich an eine Aussage seines damaligen Strafrechts-Profs erinnerte, weitgehend problemlos jegliche zivilrechtliche Streitigkeit entscheiden kann, ohne überhaupt in das Gesetz geschweige denn einen Kommentar geguckt zu haben:

1. die arme alte Frau

2. der Handwerker soll sein Geld bekommen

3. Makler und Banken verlieren immer

Ein Blick ins Gesetz werde erst dann erforderlich, wenn ein Handwerker von einer armen alten Frau seine Rechnungen bezahlt haben will...

Kommentare:

Malte S. hat gesagt…

Die ersten beiden habe ich auch bei Hemmer gehört. Die Dritte war glaube ich irgendwie anders... oder auch nicht und mein Gedächtnis ist etwas durcheinander.

Anonym hat gesagt…

Also eins und zwei O.K.
Makler auch aber Banken???

ballmann hat gesagt…

"aber Banken???"

nur, wenn sie gegen arme Frauen antreten

Anonym hat gesagt…

Es fehlt noch: Minderjährigenschutz über alles.

Peter Sansibar hat gesagt…

@ Anonym
Nee, Minderjährigenschutz ist keine goldene Regel des Zivilrechts:
Zu nah am Gesetz.
:)

Anonym hat gesagt…

Bei meinem Aktenvortrag im 2. Examen wurde fieserweise ein Fall genommen, bei dem der Makler im Recht war...

ballmann hat gesagt…

@ Anonym
Dann haben Sie offensichtlich den Fall falsch gelöst

2 Punkte ?

Anonym hat gesagt…

Ich hatte auch schon mal eine Klausur, bei der die Bank gegen die arme alte Frau gewinnen sollte. Da sträubte sich die Hand beim Schreiben und man merkte erst, dass die Fälle jedenfalls in der Ausbildung sonst tatsächlich immer anders gestrickt sind.

Einer der Profs nannte das "Schweinehund-Prinzip": Den Schweinehund in der Geschichte identifizieren und den verlieren lassen, das ist fast immer richtig.

 

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