26. Juli 2009

Hochschulrecht und Prüfungsrecht

Es ist richtigerweise heutzutage so, dass sich Rechtsanwaltskanzleien auf einen rechtlichen Teilbereich spezialisieren. In einer Unterführung des Hamburger Dammtor-Bahnhofs (Ausgang zum Uni-Gelände) entdeckte ich folgendes interessantes Plakat, mit dem eine Hamburger Kanzlei für sich wirbt:


Eine interessante Nische, die sich zu lohnen scheint, wie man nicht nur am Werbebudget erkennen kann, sondern auch an der Kanzlei-Adresse. Definitiv interessanter als Weltraumrecht.

Kommentare:

Johnny Kuppler hat gesagt…

Also ehrlich! Weltraumrecht hat ganz sicher eine große Zukunft!

Anonym hat gesagt…

Ein Kumpel von mir hat im Luft- und Weltraumrecht promoviert (und an zwei der [zumindest damals] weltweit drei Lehrstühle für Luft und Weltraumrecht gearbeitet).

Es gibt Bereiche, die sind deutlich langweiliger (schreibt ein Anwalt, der sich seit 6 Jahren in einer anderen hochinteressanten Nische tummelt).

Für's 1. ist es aber in der Tat ziemlich irrelevant…

Anonym hat gesagt…

Das Einklagen in die Uni und das Prüfungsrecht ist aber schon lange eine gut gekannte Nische. Prüfungsanfechtungen findet man häufig auch bei Repetitoren, die ja eh den Stoff rauf und runtergurgeln.

Anonym hat gesagt…

Mal ehrlich, Einklagen eines Studienplatzes. Man nehme die Adressen von etwa 20 verschiednen VG und sendet an diese einen vorgefertigten Schriftsatz mit genau 2 Sätzen. 5.000 € pauschal nimmt man dafür (munkelt man).
Dann wartet man (Amtsermittlungsgrundsatz) und präsentiert dem Mandaten das Ergebnis. Irgendein Platz wird dabei schon rausspringen.

Homer Jay hat gesagt…

Mal ehrlich, Klugscheißen. Man poste ohne Ahnung irgendeinen Unsinn, der mit der Unterstellung beginnt, dass Studienplatzbewerbern jeder Platz recht ist, zum Beispiel auch an der Uni Erfurt. Dann streue man irgendwelche Latrinenparolen (munkelt man). Zum Schluß behaupte man noch, dass der Amtsermittlungsgrundsatz, von dem man in der Vorlesung gehört hat, an deutschen Verwaltungsgerichten zur Realität gehöre. Irgendein Depp wird einem das schon glauben.

Anonym hat gesagt…

@Homer Jay Meine Güte - relax!
Selber Klugscheißen, ohne Ahnung zu haben.
Habe die Schriftsätze von Naumann gesehen, läuft genauso ab wie beschrieben. Und dieses sog. "Komplettpaket" kostet 5000€. Sollte es in die Instanzen gehen, wirds natürlich mehr.

Wollte nur darauf hinweisen, dass Naumann der größte Abzocker ist.
Alle Studierenden in spe kann man nur den Rat geben auf solche Angebote zu verzichten und an den gewünschten VGen selbst die Anträge zu stellen. Ausführliche Anleitungen dazu finden sich auf jeder guten Asta-Seite.

Und ja, auf den Amtsermittlungsgrundsatz kann man im Hochschulzulassungsrecht noch vertrauen. Ich kann im folgenden Beispiel allerdings nur für VG HH sprechen: Detaillierte richterliche Aufklärungsverfügungen an die Uni sind schon (14.7.09) raus, bevor überhaupt die ersten Anträge auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt wurden.
Dass ein Gericht sich mit einer Sache befasst, bevor es überhaupt angerufen wurde, nenne ich Amtsermittlungsgrundsatz par excellence.

Anonym hat gesagt…

@anonym 2: Naumann ist gleichzeitig ein Repetitor.

 

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