10. Juli 2009

Krawattenzwang und Robenpflicht

Ehrlich, manchmal überkommen mich Selbstzweifel. War das richtig mit der Großbude. Warum musste ich den Vertrag damals mit Blut unterzeichnen? Die Zweifel werden zwar am letzten Donnerstag jedes Monats gelindert. Aber von Zeit zu Zeit frage ich mich:
Wärst Du als normaler Anwalt glücklicher? Echte Mandanten aus Fleisch und Blut, kleine Schlitzohren, sympathische Steuerhinterzieher, lustige Streitigkeiten um Mietnebenkosten und Trittschallschutz in Treppenhäusern, auf jeder Party 100 Anekdoten erzählen und jede Nutte in der Stadt mit Vornamen ansprechen können, weil is ja Mandantin, höhö.
Zweifel, Zweifel, Zweifel. Und sagte nicht schon der große Ernst Ferstl*
Zweifel sind meist nichts anderes als bereits zu Grabe getragene Hoffnungen.
Und dann lese ich, womit man sich so beschäftigen kann und tippe beschwingt die Zugangsdaten für den Datenraum ein. Außerdem sind es keine drei Wochen mehr bis zum letzten Donnerstag.

*Ich hoffe es, nachdem ich es ungeprüft aus Wikiquote abgepinselt habe. Und wer ist eigentlich Ferstl?

Kommentare:

Holger Schmidt hat gesagt…

Da lobe ich mir doch die Krawattenkultur am OLG Düsseldorf ;-)

rajede hat gesagt…

Wahrlich, es geht nicht um die Robe oder die Farbe der Krawatte! Weder liesse ich mir die Kleidung vom Senior der Kanzlei als Affilate vorschreiben, noch von einem Ministerialbeamten.

Während Sie Ihre Karte zum Datenraum prüfen lassen, fragen Sie sich vielleicht, warum es die Karte gibt?

 

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