1. September 2009

Nichts Schlimmes also

Auf Lawblog salbad, äh berichtet Herr Kunze:
Da ist etwa (sic!) kleiner Verkehrsunfall zur Abendzeit passiert. Dabei ist nur Blechschaden entstanden, nichts Schlimmes also.

Nun ja, ist der Fahrer betrunken (ab 0,3 geht der Spaß los) sind wir hier je nach Konstellation fix fix im Bereich des § 315c StGB, der selbst in der fahrlässig-fahrlässig-Kombination noch Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe vorsieht. Bei Vorsatz liegen wir im Bereich bis fünf Jahre oder Geldstrafe. Selbst für einen Anfänger (nicht Fahr-, sondern BZR-) sind das auch schon mal Strafen jenseits der magischen 90 Ts drin. Dazu ist der Lappen weg, § 69 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 1 S. 1 StGB. Dabei reden wir nicht von einer niedlichen Sperre von einem Monat oder so. Sondern er ist weg. Futsch. Neumachen (Frühestens nach einem halben Jahr, § 69a Abs. 1 StGB). Nichts Schlimmes also.

1 Kommentar:

RA JM hat gesagt…

Naja, lassen wir mal die Kirche im Dorf: Geldstrafen oberhalb 90 TS sind hier eher sehr selten, jedenfalls bei Ersttätern.

 

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