18. April 2010

Mortal Kombat

Einer meiner Kollegen arbeitete in den 90ern für ein erfolgreich laufendes Indie-Label. Als ein paar KollegINNEN über "Street Fighter II", "Mortal Kombat" und ähnliche Prügel-Computerspiele philosophierten, kam er hinzu und erzählte uns in dem Zusammenhang eine Geschichte aus seiner Indie-Label-Zeit: Zu Beginn der 90er wollte jemand mit seiner Hilfe den Soundtrack zu dem Computerspiel "Mortal Kombat" herausbringen. Das war damals noch lange nicht üblich und so reagierte mein Kollege falsch, indem er sagte: "Wie? Was willst Du denn von mir? Dass ich den Soundtrack für ein Computerspiel herausbringe? Das kauft doch keine Sau, Mann. Geh nach Hause!" Nach Hause ging dieser Jemand aber leider nicht. Stattdessen ging er zu einem anderen Label, das sich interessierter zeigte und schließlich eine halbe Million Tonträger von dem "Mortal Kombat" Soundtrack verkaufte. Eine klassische Fehlentscheidung also.

Sowas kommt vor. Auch die Beatles wurden nicht gleich vom erstbesten Label freudestrahlend empfangen. Mich erinnerte die Geschichte außerdem ein wenig an John Niven, der in seiner A&R-Zeit Coldplay als billige Radiohead-Kopie beschimpfte und nach Hause schickte. Obwohl dieses Urteil nicht ganz unrichtig ist, wurden Coldplay sehr erfolgreich und John Niven arbeitet mittlerweile nicht mehr als A&R.

1 Kommentar:

fernetpunker hat gesagt…

Die Rolling Stones waren ja auch nur eine Beatles-Kopie, was man mittlerweile wohl nicht mehr sagen kann.

 

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