10. April 2010

Schecks vs. Überweisungen

Ab und zu wird bei uns im Büro über Schecks gesprochen. Es fallen Fragen wie: "Ist der Scheck von xyz schon eingetroffen?" Oder es kommt jemand mit einem großen Umschlag rein und sagt: "Die Schecks sind endlich da." Das verwirrt mich schon seit dem Start meiner Wahlstation, aber kürzlich fragte ich dann mal nach, ob Schecks hier so ein tolles Zahlungsmittel sind. Erstaunte Rückfrage: "Ja, klar, wie macht Ihr das denn in Deutschland?" Ich antwortete: "Online Banking?"

Daraufhin erntete ich nur Kopfgeschüttel, weil Schecks doch genauso gut sind. Dann kurzes Aufleuchten in den Augen, weil das große Gegenargument gefunden wurde: "Was, wenn eine Oma ihrem Enkel $ 50,- zum Geburtstag schenken will?" "Dann gibt sie es ihm cash." "Aber was, wenn sie so weit weg wohnt?" Ok, got me. Aber dann kann man ja das Geld den Eltern des Enkels überweisen und die geben das mit den Worten "Hier, von Oma." weiter?

Ich fand es jedenfalls erstaunlich, dass selbst in der Businesshauptstadt New York keine Überweisungen üblich sind, sondern auch große Summen mit Schecks in Briefumschlägen transferiert werden. Na gut, "When in Rome, do as the Romans do." Will sagen: "Andere Länder. andere Sitten."

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Post in den USA scheint zuverlässiger zu sein als in D. Was ist wenn der Umschlag verloren geht?

Schecks haben den Vorteil, daß sie mind. ne Woche später erst das Konto des Ausstellers belasten als Onlinebanking.

Anonym hat gesagt…

Das verwundert mich auch immer wieder auf's Neue. "Direct deposit" existiert zwar, ist aber selbst bei Wall St. Kanzleien nicht die Regel. Stattdessen legt man dann seinen zweiwöchentlichen Gehaltsscheck auf dem Nachhauseweg in einen Bankautomaten... .

Anonym hat gesagt…

Irgendwo im Hinterkopf schwebt mir die Idee herum, dass bundesstaatenübergreifende Überweisungen für lange Zeit in Amerika verboten waren und man sich deshalb so stark auf Schecks eingerichtet hat.

 

kostenloser Counter